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Das Senut-Fest

Der Mondkalender
Neben dem normalen Kalender führten die Ägypter parallel einen Mondkalender. Ein Mondmonat begann und endete für sie immer mit dem Neumond. Vollmond fand genau in der Mitte des Mondmonats statt.

Der Mond wurde durch den Mondgott Jah verkörpert, wurde manchmal aber auch als Udjat-Auge oder linkes Auge verehrt. Jah fuhr, ähnlich wie der Sonnengott Re, in seiner Barke über den Himmel. Jah selbst galt übrigens als der Vater des Re.

Der Mondkult
Mittels Kulte und Rituale versuchten die Priester die Schwächung nach der Abnahme des Mondes zu kompensieren. Für den zunehmenden Mond unterschieden die Ägypter 14 Stufen, wobei für jede Stufe eine andere Gottheit präsent war. Thot und die Uräusschlange waren dafür verantwortlich, jeden Tag ein passendes Stück (also eine neue Gottheit) bei der Zunahme des Mondes hinzuzufügen.

Das Senutfest
Das Senutfest fand am sechsten Tage genau zwischen Neumond und Vollmond statt. Nach der Mythologie wurde der Mond ein Tag nach diesem Fest (Tag 7) zum Unterweltsgott Osiris. Außerdem wechselten nun jene Schakale, welche vorher die Sonnenbarke zogen, zur Mondbarke.

Als Quellliteratur wurde hauptsächlich verwendet:

Kurth, Dieter : Treffpunkt der Götter, Artemis & Winkler, 1998
Sauneron, Serge : Die letzten Tempel Ägyptens, Medea,